
7. Wie oft soll man Ölanalysen durchführen lassen?
Ein Teil- oder Gesamtverfall der Nutzverwendbarkeit von Betriebsflüssigkeiten ist vor allem ein Ergebnis deren Benutzung sowie sehr oft eine Konsequenz der Verunreinigung mit Feststoffpartikeln, Wasser oder der Vermischung mit anderen Flüssigkeiten. Diese Erscheinungen begleiten die Arbeitsschritte: Umfüllung, Beförderung und Lagerung. Die Notwendigkeit, das Qualitätsniveau der Betriebsflüssigkeiten in den zulässigen Änderungsgrenzen zu erhalten, zwingt zur laufenden Kontrolle dieser Parameter beim Betrieb.
Für Öl, das im Betrieb ist, sind dieselben Prüfverfahren wie für Neuöl zu verwenden.
Umfassen und Definieren eines Bereiches und einer Häufigkeit der Ölüberwachung im Betrieb hängt von der Ölsorte, dem technischen Maschinenzustand, den Bedingungen der Arbeit, ihrer Wichtigkeit im Produktionsprozess und auch vom Ölsumpfvolumen ab. Die mit der Einführung der optimal in der Ölbetriebszeit verteilten Ölanalysen verbundenen Kosten reduzieren unvergleichbar die Kosten potenzieller Ausfälle.
Turbinenneuöl ist bei jeder Lieferung und auch während dessen Lagerung zu prüfen.
In Turbinenöl sind folgende Eigenschaften zu analysieren:
- Aussehen (Wasser, Verunreinigungen),
- kinematische Viskosität bei einer Temp. von 40oC, mm2/s,
- Säurezahl, mg KOH/g,
- Wassergehalt, %,
- Gehalt fester Fremdkörper, %,
- Emulgierungsfestigkeit, s,
- Oxidationsinhibitor-Gehalt, % (quantitativ, qualitativ),
- Oxidationsbeständigkeit, h,
- Induktionsperiode (RBOT), min,
- Bestimmung von Alterungsprodukten, Alterungszahl LS,
- Ölreinheitsklasse,
- Fähigkeit zur Luftabgabe bei einer Temp. von 50oC
- Dichte 20oC,
- Zündtemperatur oC,
- Neigung zum Schäumen, Schaumhaltigkeit, cm3.
Heizöle und plastische Schmierstoffe sind nach Bedarf zu prüfen, und besonders dann, wenn ein Verdacht besteht, dass die Parameter eines angelieferten Produkts nicht eingehalten werden können.
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